Gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz

Immer wieder beschäftigt mich diese Thematik. Ich bin eine sehr tolerante Person und achte auf meine Umgebung. Eine Sache will ich jedoch nicht einfach so hinnehmen: die Intoleranz und Rücksichtslosigkeit sehr vieler Menschen. Es fängt schon in der Früh vor dem eigentlichen Aufstehen an. Der Krach, den Bewohner eines Mehrfamilienhauses verursachen können ist enorm. Natürlich entstehen Geräusche im Badezimmer, Küche etc. ABER müssen denn Türen zugeworfen werden? Müssen Toilettendeckel fallen gelassen werden? Oder die Treppen hinunter gestampft werden? Ich denke, dass man einiges im Punkt Lärmverringerung tun kann, um das Miteinander erträglicher zu gestalten. Weiter geht es bei der Autofahrt. Dabei lernt man doch im Fahrunterricht schon, dass gegenseitige Rücksichtnahme das A und O im Straßenverkehr ist. Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn die Fahrer nicht laufend auf das eigene Recht beharren würden. Es geht auch anders herum – siehe Beispiel Fußgängerüberweg. Würde der Fußgänger auf sein Recht bestehen, dann würde er regelmäßig im Krankenhaus landen, oder Schlimmeres. Täglich muss ich mit anschauen, wie Autofahrer den Fußgängerüberweg missachten. Regelmäßig werden ältere Menschen und auch Kinder schwer verletzt durch diese Missachtung. Ein einfaches Anhalten retten in diesem Fall Menschenleben. Unverständlich, wie der Tod von Kindern und älteren Menschen billigend in Kauf genommen wird, um vielleicht zwei Minuten schneller am Ziel zu sein. Bei der Arbeit geht es weiter. Mobbing nimmt in der heutigen Zeit rasant zu. Woran liegt das? Mir stellt sich immer wieder die Frage, wie oder wo die Toleranz und die Freundlichkeit der Menschen verloren gehen. Das Einkaufen gestaltet sich nicht weniger rücksichtslos. Auweia, wenn der Weg versperrt wird. Steht man selbst im Weg, dann wird so gut wie gar nicht mehr höflich gefragt, ob man Platz machen könnte. Halb in der Luft zerfleischt räumt man so schnell es geht die Einkaufroute des Mitmenschen. Steht jedoch der Gegenüber im Weg, dann ist Hopfen und Malz verloren. Erst mal benötigt es Glück, dass man nicht gänzlich ignoriert wird. Ein „Entschuldigung…“ hört man so selten, dass es sich fast schon um einen Mythos handelt bei dem Wort. Nein, auch hier sollte man froh sein, wenn man nicht durch Worte in der Luft zerfleischt wird. Es gibt noch viele weitere Situationen. Beispielsweise in der Disco oder im Club, auf Festen und Märkten, öffentliche Verkehrsmittel … Diese Liste könnte man wahrscheinlich endlos erweitern. Ich will jedoch nicht behaupten, dass alle Menschen so sind. Auch ich erwische mich ab und an dabei, wie ich den Vordermann im Auto verfluche, weil ich durch seine langsame Fahrweise zu spät zur Arbeit komme. Ganz klar meine eigene Schuld. Mit Eingeständnissen, größere Rücksichtnahme und erhöhter Toleranz könnte sich das eigene Leben um ein Vielfaches angenehmer gestalten. Die Wut steigert nur den Blutdruck und wirkt sich schlecht auf die Laune aus. Ich will gut gelaunt durch das Leben gehen.

6.7.12 14:42

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